P. F. Walther, der grosse Gestalter

Wunderbar geträumt. Einige Traumsequenzen deshalb auch gleich, nachdem ich kurz erwacht war, aufgeschrieben. Mitten in der Nacht, alles einfach ins Dunkle hineingekritzelt. Auf weißes Papier, vermutlich. Dabei unklar, ob der Stift überhaupt schreibt, es war dann zu anstrengend alles zu prüfen. Am Morgen bei Helligkeit wird klar, dass das Papier bereits beschrieben war und ich über etwas drüber geschrieben hatte. Nicht ein Wort kann ich noch entziffern. Und erinnern… vielleicht im Laufe des Tages. Der Schlaf war wohl sehr tief gewesen, vergleichbar vielleicht mit dem sogenannten Puppenschlaf eines Insekts, das auf seine Entpuppung wartet oder sogar der Bewußtlosigkeit einer Pflanze. Jede Nacht dieses Verschwinden… Kaum ist dann der Tag erwacht geht es wieder los: dieses Sich-in- den-Tag-bugsieren. Hat man Glück fällt diese Bugsierung durch äußere Umstände ganz leicht. Das Telefon klingelt, am andern Ende ein Vogel. Ein Gezwitschere, dass es eine Freude ist. Der alte Schriftsteller macht deutlich wie sein bester Freund, ein Grünfink, ihn als Kind berieselt hat. Es ist eine irre Komposition. Könnte ich sie doch in Noten festhalten. Überhaupt, daß man anstatt vor sich hinzuzwitschern immerzu etwas Aufgeplustertes denken muss… Als reiche es nicht da zu sein. Wer mal unwichtig war, macht sich wichtig, für immer. Das ist gut, denn ansonsten wäre es unterlassene Hilfeleistung sich selbst gegenüber. Der Kumpel schickt Wahlkandidatenbilder von seinem Spaziergang durch den Kiez. Frau Lupper, ein Mann mit Brille… fragt, wen er wählen solle und ergötzt sich an den Gesichtern, findet das alles zudem sehr komisch. Ich schlage vor, dass man auch ihn aufhängen solle, gespickt mit dem Slogan „P. F. Walther, der grosse Gestalter“. Ich lache mich über meinen Vorschlag dann selbst kaputt.

Bettie I. Alfred © 18.1.23

P.S: Morgen wäre „die (meine) Oma“ 100 geworden. Sie war eine Knalltüte gewesen (meistens).






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