Der Mensch ist ein Aushalter

Bin weinerlich. Wie immer, wenn etwas schön war und zuende ist. Die Katze steigt leichtfüssig durchs Loch in der Wand rein zu mir und wieder raus. Sie ist so flexibel. Weil sie noch jung ist. Keine Erschütterung erlebt hat. Oder Moment, doch, sehr wohl, ein Flohbefall und böse Menschen, die ihr nichts Gutes wollten, gaben sie weg. Zum Glück, somit fanden wir sie und konnten sie wieder aufbauen. Aus Stress hatte sie sich das Fell regelrecht -ab – geleckt. Als Jugendliche mit elender Haut zugange, wollte ich, den Bunsenbrenner im Visir, alles wegbrennen. Das geht aber nicht – Feuer macht die Haut ganz und gar kaputt. Der Schauspieler weint dann so echt, dass ich ihn trösten will. Man denkt er habe Schlimmes erlebt. Aber das täuscht vielleicht. Auf der Schauspielschule meinte ich, dass echtes Weinen gut sei. Dabei ist das dann ja keine Kunst. Bei einer Ausstellung, wo man meine Objekte sehen konnte, warf ich selbst das filigranste, das mit einer Glaskuppel bestückte, um. Niemals wieder werde ich eine Glaskuppel in diesem Format finden. Die Scherben waren zu klein, um sie wieder zusammen zu setzen. Der Mensch ist ein Aushalter.