Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens.
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

Die kindischste aller Fragen ist ein großartiges Stück

September 2, 2026

Der Restsommer ist mir ein wahrer Werkel-Sommer. Das betrifft alles, denn es gab und gibt viel zu tun plötzlich. Es gab viele Jahre in meinem Leben da gab es wenig bis nichts zu tun, ausser im Kopf – das Denken – und das Überlegen. Das Gedanken-über-andere-Gedanken-Legen. Immerzu legen sich ja Gedanken über andere Gedanken. Man erstickt den Ursprungsgedanken ganz einfach mit Folgegedanken. Nun werden nach Unzeiten zudem meine Fenster „gestrichen“. Man kann auch sagen es wird versucht sie in Stand zu halten. Ob das gutgeht? Sie sind stellenweise blosses Holz mit viel Loch. Im Grunde nur noch Gerippe von Fenstern. Damit die Schleifarbeiten nicht mein Museum einnebelt, habe ich Plastikfolie um es gehängt. Die Katzen finden die neue Wohnsituation sehr erquicklich. Ich auch, denn nun legen sich zu den Gedanken auch noch Folien. Ich habe dann endlich eine neue Idee – eine neue Guteidee. Das braucht man: eine Guteidee! Doch erteinmal schaff ich das Viehzeug zum Vater, damit es nicht durch die offenen Fensterrahmen hüpft. Die Tiere wollen immer dahin wo Luft ist – frische Luft. Die ist vor dem Fenster – allemal.
Ich arbeite nun in Folie sitzend – die riecht übel nach Künstlichem. Ich bin sehr empfindlich mit Chemie. Auch mit Schimmel. Einmal schlief ich in Kellernähe und bekam Atemnot – da wußt ich: Mein Leben wird teuer werden. Selbst ein Schloss mit einem Feuchtigkeitsproblem könnte ich nicht geschenkt nehmen. Schade, wenn man so anspruchsvoll ist – schon in diesen einfachen Dingen wie Atmen. Finde in meinem Museum einen Brief den ich einst in einem antiquarisch ergatterten Buch auffand. Da steht Tom, i miss you evryday on a pretty regular basis. Am Ende ist es eine Clair ohne E gewesen, die sich da nach einem Tom sehnte. Sie schreibt dann noch von einem „quasi citizenship“ welches not going to be easy sein wird. Ich wünschte ich könnte so ein formadibles (gibt es dieses Wort überhaupt?) Englisch reden. Ich kann ga nix außer Ichsein. Ich verwechsle zudem andauernd John Scofield mit John Coletrain. Beides Jazz, oder?
Live goes on.
Eine Hörspiel-Empfehlung noch, denn es öffnet Herzen und Horizonte: Die kindischtes alles Fragen