Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens.
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

ev`rything is quiet now

Mai 3, 2026

Ok, es ist nun also Sommer plötzlich. Ich weiss nicht wohin mit mir, zuviel geht seinen Gang und man selbst auch, ohne es zu bemerken. Ich suche die Cassette 17 seconds und finde nur die Hülle, die ich mit 16 Jahren so schön gestaltet hatte. Casettenhüllen gestalten anstatt Lateinvokabeln zu lernen, viele Jahre meine Lieblingsbeschäftigung gewesen. Sie war dann längst im Rekorder gesteckt, wo sonst. Bei einem Lied ist dann fast eine halbe Minute Stille, jemand hatte wohl vesehentlich auf Aufnahme gedrückt. So war das damals. Ein Hörspiel mit Kassettenrekorder mitzuschneiden war dann immer eine Risiko gewesen, die Länge des Bandes nicht evident… Es kommt mir so nun vor als seien „Die Leben der Menschen“ ebenso allesamt nicht evident mit den Formen des Daseins. Jeder macht was er will, und immerzu passiert eben was, was nicht zum Ablauf passt, dem Ablauf, den man vorhatte durchzuziehen. Es hilft dann lediglich die negativen Thematiken im Denken vorwegzunehmen. Ich muss dann fast heulen. Doch steige ich schnell dann auf den bereit hängenden Steigbügel meiner Phantasie und träume mich ins Vorgestern. Die Zeitmaschine, mit der man zurück könnte – sie ist immer noch nicht erfunden, aber die Gedanken sind ja tatsächlich, lange hatte ich daran gezweifelt, frei. Da! Die Nachtigall!!! Sie ist wieder da. Ein Zeichen, dass es weiter geht.

P.S: Ruhe sanft, Thomas! Wir kannten uns kaum und doch warst du mein einziger Cousin gewesen.