Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens. “
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

Jan Christ im Film

Oktober 31, 2026

Lese aus Ermangelung von Lektüre mein eigenes Notizbuch in einer Weise, als sei es ein Fremdtext. Bin dann begeistert von mir selbst und denke an den Schriftsteller Jan Christ, der immer betonte, dass JEDER SICH SELBST IST. Das ist doch eigentlich sehr schön, dass das so ist, denn somit sind wir alle anders und doch eint uns so einiges. Ich schneide meine 4-Stunden Lesung vom neuen Hörspieltext (Das Buch JUL, von Sabine Hassinger). Versuche auch hier das Ganze anzuhören, als sei es eine andere, die da spricht. Stellenweise funktioniert es so gut, dass ich tatsächlich nicht mehr recht wahrnehme, dass ich das bin. Juhu. Einen Abstand zu sich selbst haben, ist das Schönste. Nur so wird man sich aushalten können. Jahrzehnte sass ich nur so da und bewegte das Nichts. Jetzt bewege ich zumindest meinen Arsch und treffe Künstler und tausche mich aus. Sich austauschen – mir war nicht klar, was das bedeuten kann. Sehe einen Film, den ich mit 30 sah und bin erstaunt über die Vielfalt der Ausdrucksweisen, die man sich damals zu Gemüte führte. Ein wildes Spektakel mit viel kraftvollen Kunstideen. Kraft ist eine Sache, die man vielseitig bewerten kann. Sie kann schnell die Weichheit zertrümmern, die meiner Meinung nach unbedingt den Gegenpol bilden muss. Aber wie die Dosis finden? Ich bin sehr gespannt auf Tete Hoffmanns Film über ihren Vater Jan Christ. Der hatte beides: Kraft und Weichheit.
Ihr Film hatte gestern Premiere in Leipzig. Ich habe schöne Erinnerungen an dieses Festival. Ich drücke die Daumen für diesen Film, der einen Menschen ehrt, der mich einmal im Park mit dem Hinweis auf eine Nachtigall auf neue Gedanken brachte.