Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens.
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

Grün und überhaupt Farbliches

September 22, 2026

Das neue Sofa ist grün und bedrohlich. Es riecht stark – nun erst recht, nach der Behandlung mit einer Sprüh-Brühe, die ich selbst anrührte und die, wie ich es nun kapiere, ähnlich wie die momentane politische Situation, keinen Sinn macht, da sich alle Beteiligten, in meinem Falle Natron und Essig, in eine Mischung gebracht, wirkungstechnisch aufheben. Nun muss ich, bevor ich asthmatisch zugrunde gehe, unbedingt eine neue Situation herstellen. Das „Gepolster“ ist zu schwer, um es aus dem Fenster zu werfen und auch zu schön. Die TCM, die mir jemand für Menschen empfahl, hätte durchaus auf die prekäre Lage übertragbare Rezepte parat, doch ein Magen oder gar eine Milz ist wohl dann wohl doch nicht zu vergleichen mit einem „Gepolster“. Das Wetter heute traumhaft und die Vorstellung, dass eine Musik entstünde, die den neuen Hörspieltext in eine Atmosphäre bettet, der ihm gut tut, ist schön. Die Mutter schickt ein Bild, das sie malte. Ich erkenne eine kleine Frau darauf, die die Arme samt rotem Regenschirm zu einem blauen Wesen reckt, das aus einer Mauer entwächst und vermutlich eine Art Regengott verkörpert. Ich gehe zu Humana, weil da heute alles 5 Mark kostet. Nein 5 Euro. Die Aktion soll wohl den Laden leerer machen. Ich kaufe eine blaue Hose für einen Mann. Sie würde allen dreien passen. Nur dem einen wäre sie zu lang. Nun gut, es wird sich ein Arsch finden, der in ihr verweilen mag. Im Dezember darf ich dann was ausstellen. In einer Ausstellung. Vielleicht sogar etwas vorlesen. Das wird toll. Nun erstmal an die Luft und was einatmen – frische Luft vielleicht – zumindest frischere.