Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens.
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

Neue Runde

Juli 26, 2026

Die Welt ist aus den Fugen. Man kann sie nicht mehr reparieren. Der Himmel will zudem nicht weinen, oder er kann es nicht mehr. Weinen – ein Kunststück geworden. Selbst für mich, die es lange immerzu tat. Das Fest zum Geburtstag war dann ein wunderbares. Ich hatte es inszeniert und es hat sich gelohnt. Die Lampions waren die, die man mir mit 14 Jahren an eine Schnur durchs Zimmer gehängt hatte, ich erkannte jedes einzelne beim Aufhängen wieder. Nun wars eine Zierde für den 81-Jährigen. Es strömten die Menschen herbei und immerzu ging was in Liebe (im weitesten Sinne) über. Der Garten, so geschmückt, dann fast so schön wie die Situation in meiner Lieblingsecke auf dem Pierre-Lachaise-Friedhof. Meine mühsam angelegte Ordnung im Gemüt wurde dann auch aus ihrer engen Kanonie heraus ins Unmittelbare geschasst und ich war froh wie ein Kind, das plötzlich nicht mehr Kind, sondern Teenager ist. Trotz allem liegen nun die Finsternissen über einem. Es ist wie es ist – und man muss versuchen, das Helle im Visier zu behalten.