Bettie I. Alfred

September 17, 2020

Dies ist die Webseite von der Autorin und Hörspielmacherin Bettie I. Alfred. In der Seitenleiste finden Sie Informationen über ihr Schaffen. In ihrem Werk geht es meist um ein aberwitziges Dasein, das sie als lesende und schreibende Künstlerin mit einem tiefgreifenden Humor, dem meist eine Art romantische Ironie innewohnt und einem, mehr oder weniger scharfen, analytischen Blick für das (Ur-) Menschliche, in ihren Geschichten, die sie Gespinstteppiche nennt, darzustellen versucht. Frau Alfred ist es ein Anliegen die tristen Seiten des Lebens anzuerkennen und sie mit den durchaus ja auch ab und an erstaunlich schönen zu verbinden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Zeilen interessiert sie dabei immer mehr, als die Tatsächlichkeiten.

„Ich will nur noch staunen – staunen über den Ernst des Lebens. “
Bettie I. Alfred

„Aus solch winzigen Kleinigkeiten wie einem Husten, entwickelte sich monströs und gewaltig ein verlorener Nachmittag.“
Macs Blecher in Vernarbte Herzen

Meine Gedichte sind meist sekundenschnelle Sprach- und Gedankenspielereien und nicht zu verwechseln mit einer Realität.

Kein Ton zuviel

Oktober 7, 2026

Nach dem 20 ten Last Day Of Summer nun ein weiterer und man sagt er sei es nun tatsächlich. Wir werden sehen. Fand eine schwarze Platte mit Schall drauf, wie Valentin es sagen würde und diese hatte aber kein Etikett mehr, es war also eine, die vorerst lediglich Rillen aufwies – kein Inhalt sichtbar. Beim Hören dann angenehm überrascht: Töne, wunderschöne Töne, ich halte den Daumen drauf und sie werden länger und zäher bis sie versiegen. Mir reichen die wenigen Töne um zufrieden zu sein, die Musik mach ich mir dann selber. Den Tag dann mit den Tigern verbracht. Sie sind Wesen, die man den ganzen Tag ansehen kann. ich kann das jedenfalls. Einer schreibt dann jemand sei ein Kaliber von Mensch. Ich überlege was das sein soll. Natürlich ein Politiker, oder ein Alleinherrscher – da passt das Wort Kaliber. Aber ein ganz normaler Mensch mit Rückzugstendenzen – eine Pistole? Na gut, es gibt kleine feine Kaliber – ich erinnere die Plastikpistole vom Rummel vor der Tür, wo man ein Fähnchen mit dem ersehnten „Peng“ herausschoß. Alles ist so relativ, wenn man es im Abstand betrachtet. Natürlich wenn du Ameise bist, der der Stopfen mit dem Schildchen die Beine zerquetscht, liegt selbst im Plastikkaliber Lebensgefahr. Gestern gelesen dass die erste Neue Musik bereits Anfang des Jahrhunderts entstand. Bis heute heisst diese Musik – die anders ist, nun tatsächlich neu, „neue Musik“. Dabei ist diese viel neuer als die Ursprungs-Neue-Musik. Bialas nennt seine Autobiografie „kein Ton zuviel“. Das gefält mir, obwohl ich nicht weiß was das soll. Selbst wenn einer alles überfrachtet meint er sicher es sei kein Ton zuviel. Heutzutage haben alle Angst vor dem Zuviel. Hier endet der Eintrag.