Ich stelle der Katze alte Pappkisten hin und stelle fest: Sie ist wie ich, ein glückliches Einzelwesen. Nicht immer, aber in diesem Augenblick (was für ein dolles Wort: Augen-Blick). Natürlich gibt es genug, was schief läuft. Jeden Tag eigentlich – überall. Ich finde dann einen Korb mit diversen Kürbissen. Lese, dass man sie durchaus (fast) alle essen kann. Ausser die mit den Warzen. Einer war dann giftig. Man sollte vor Verzeht testen, ob das Fruchtfleisch bitter schmeckt. Der Warzige tat dies tatsächlich und ich warf ihn beleidigt in den Müll. Kochte dann alle andern in einem Topf und zerkleinerte den Matsch im Mixer. Die Suppe schmeckte gut, aber anspruchsvoll. Das Zerkleinern der Früchte war eine Art Holzhackvorgang gewesen. Die Katze sass so nah dabei, dass ich die Richtung des fliegenden Objekts vorhersehen musste, um sie nicht zu beschädigen. Der Film Morgiana war dann ein reines Gut-Böse-Spiel, dass leider zu offensichtlich arbeitete. Wuchtige Kleider und theaterhaft angemalte Gesichter – jedoch beeindruckend charakterhaft… großartige Musik zudem. Erinnere mich dann einmal wieder an Wuttkes, erste Liebe im Theater. Er sass ganz allein auf einem Stuhl in einem Meer von rosa Hyazinthen. Es roch so stark, dass man es bis hinten wahrnehmen konnte. Danach verschenkte er die Blumen ans Publikum. Sie mussten wohl für jede Vorstellung neu besorgt werden. Der Text umwerfend. Beckett in Hochform. Man ahnt die Frau, um die es geht. Vielleicht sollte ich das Gegenstück schreiben. Im Blecher erscheint dann Solange, die er liebt. Es ist so anrührend, wenn er erst meint, sie täte es nicht und dann tut sie es aber doch. Zart und kraftvoll zugleich ist sie – diese Solange. Ich lese es dem Mann vor- auch er ist entzückt, was selten ist.