Beim Tunnelbau für die Katze vergesse ich fast, dass heute das große Fest steigt. Draussen ist es seit Jahren zum ersten Mal festlich, die untergehende Sonne strahlt rot in die Kälte hinein. Die Finger, nun klamm, entscheide ich einen der vier Öfen zu heizen, auch wenn das Tier eigentlich nie fröstelt und sich sogar meist dem Ofen in solcher Entfernung ablegt, dass man denkt: sie friert nicht, im Gegenteil. Doch der Einbrecher wird frieren und aus Frust etwas kaputt machen, deshalb also ein paar Kohlen auflegen. Die Böllerverbotszone geht genau bis zu meinem Haus, nun ja, dann werden also alle aus der Zone zur Brücke vor meinem Haus pilgern und in meine Scheiben schiessen. Wie immer stecke ich am Ende des Jahres dann in gelassener Verzweiflung fest, doch wen scherts. Gleichgültig wie ein alter Fisch im Aquarium nehme ich hin, dass ich alle drei Bändchen von M. Blecher zu Ende gelesen habe. Am Ende er nicht mehr da, auch im Buch verschwunden ins Nichts. Ich werde auch im Jahr 2026 weiter das Leben eines in die Jahre gekommenen Out-of-time-girls leben und freue mich auf Stationen im Meer des Ungewissen. Gewiss ist, dass ich das Buch „Die Schwierige“ (ach nein, es heisst „Der Schwierige“ – ein Hofmanntsthal, wenn ich es recht entsinne), nicht mehr lesen werde. Schwierige sind verkappte Einfache und umgedreht. Eine Behauptung, die ich im neuen Jahr auf Herz und Nieren prüfen werde.