Wie jeden morgen bereite ich mich ersteinmal auf mein Spiegelbild vor. Die Haarpracht manchmal erschütternd fest, natürlich wünscht man sich ein Feineres, man nennt es auch „Fliegendes“. Doch wie schön es eigentlich ist, nicht so zu sein, wie man es sich wünscht. Das stellt sich immer dann heraus, wenn ein wahres Ich-Gefühl einsetzt. Solange man seine wunderbar beharrlichen Wünsche nicht ignoriert, geht es immer weiter voran. Wie im Theater immer alles nur JETZT stattfindet, ist meine hartnäckige Wehr gegen eine Versteinerung mein Mittel um sprudelnd zu bleiben.
Trotzallem mag ich Steine.
Im Zimmer fliegen winzige Fliegen umher. Sie kommen aus der exotischen Pflanze, die macht was sie will. Im Winter sprießt sie und im Sommer lässt sie die Blätter fallen. Sie mag immerzu gegossen werden und wächst stoßartig oder gar nicht. Angeblich soll sie auch blühen, ich warte. jemand dann besorgt weil ich eine Schwarzfahrerin geworden war und ich ihm erklärend, dass ich lediglich in schwarzer Kleidung fuhr.
Alle dann erleichtert. Bin mit den Blecherbüchlein fast am Ende. Lasse mir Zeit, werde trauern, denn er hat mir gezeigt dass es geht: dunkel und hell zugleich – nie larmoyant – alles unheilbar – und immerdoch im HIER und JETZT.
© Bettie I. Alfred