Wassermänner in Böhmen

Im neuen Jahr nun alles für die Katz. Nicht ganz, auch was fürs Gemüt. Lesen ist der Hauptfluchtpunkt. Was für unfassbar anregende Gedanken überall herumschwirren. Sie können einen am Leben halten. Schilderungen von anderen, die man gern zu haben meint. Man kann sich tatsächlich vollkommen in der Kunst verlieren. Aber auch in ganz und gar Unkünstlerischem. Hauswänden, Schornsteinen. Überhaupt Steine. Steine, die man sammelt und die man selbst in eine Form bringt, in eine Form zwingt, indem man sie anordnet. Für die Katz baue ich immerzu neue Spiellandschaften aus Materialien, die mich, wie sie, beglücken. Geäst, Holziges, Glänzendes, Samtenes, Federnes und Kügelchen. In gedämpften Farben, denn, bitte kein buntes Inferno. Ein ranziges Geschehen ist es. Der Schock über Grobheiten dann erstmal lähmend. Dabei weiß man doch längst wie der Hase (Mensch) läuft. Ausgerechnet der Papst sagt dann was Gutes. Einer sprach zudem von seiner tschechischen Oma. Ich erinnere dann einen Film, für Kinder eigentlich: Wie soll man Dr. Mráček ertränken? Oder Das Ende der Wassermänner in Böhmen. Ich besorg ihn gleich mal. Eine Buchtel muss dazu serviert werden!