Pougny

Pougny liebt fürs ganze Leben freudlos die Kunst. Was für ein aufregender Satz das eigentlich ist. Er stammt
leider nicht vor mir. Hätte ich ihn verfasst, wäre ich am Ziel angekommen. Pougny, ein guter Name fürs neue Kätzchen.
Ich dichte dann was für die Verstorbene. Finde es gelungen und doch ahne ich Missverständnisse. Jedoch ist das Leben ohne Irritationen wohl nicht zu meistern:
Es klingelt – ich öffne die Tür – da steht jemand – das Missverständnis geht los.
Nur Tiere kommen ohne aus. Ist der Höhepunkt einer Krise überschritten, verzieht diese sich rasch wieder. Meine Schreibmaschine macht mich dann froh. Sie ist ein wahres Geschenk. Man kann nur schwer damit korrigieren – die Fehler bleiben sichtbar. Doch genau das gefällt mir. Wenn der Vater „im Offiziellen“ steht, sagt er als erstes Namen und Adresse. Ich versuche den Zeitpunkt abzupassen, wenn der Name genannt ist, denn meist ist der Zeitpunkt für Weiteres noch längst nicht gekommen. Stop sag ich, das kommt später, Papa. Die Ungeduld liegt uns. Es hat Vor- und Nachteile hastig zu sein. Der Vorteil, man ist schneller fertig, der Nachteil, man schrappt immerzu am Idealen vorbei. Das Grab ist hübsch, aber gegenüber sind die Vorfahren Loriots. Will ich mit denen später mal herumliegen? Sie können aber ja gar nichts dafür, dass sie diese Vorfahren sind. Hinter den Steinen befindet sich zudem auch noch ein Schulhof. Es wird also laut werden im Jenseits. Es gab aber nichts anderes mehr.