Die letzte Sommerluft bläst mir in meine Visage. Auf der Straße bläst ebenso der Beat-Elephant gekonnt in seine Trompete. Ich hole den Kater zu mir und setze ihn auf meine Beine, die ich aufs Geländer des Balkons stelle. Er krallt sich zufrieden in meine Knie. Es tut weh. So schön ist es dann trotzdem. Der Moment magisch. Als sei alles gut. „Aus Agnes Mund klang alles so als sei jeder selbst schuld, der sich entschließe am Leben teilzunehmen.“ Ich nehme definitiv nur bedingt teil – am Leben. Ich bin zu schnell abgelenkt von ihm und auch von mir selbst und neige dann zu Überheblichkeiten. Überheblichkeiten, das Wort muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich hebe gern was über anderes. Den Kater hoch über meine Knie. Sie bluten schon. Ich liebe das Tier wie einen Augapfel,den man benötigt um Klarsicht zu haben. Er weiss was er will: IMMERZU Fressen, Gekrault werden, einem Gewusel hinterher jagen. Es gäbe lecker Zwetschgenknödel. Sagt jemand. Ich sage dass ich die schlecht ertrage statt vertrage. Und schwubs werden es Marillenknödel. Ich meine dann dass Marillen Aprikosen sind und sage ja das geht gut. Dann erinnere ich die Ähnlichkeit der Obste und dass ich als Kind unterm Baum stand und mich voll fraß mit allem was man essen konnte – aus Ödnis. Aus Ödnis sich vollfressen geht ganz leicht. Seit ich alt werde, werde ich glücklicherweise nicht mehr dick sondern nur noch faul. Ich bin so neidig auf alle die Trompete blasen können. Ihre Geräusche machen eine sagenhaft gute Stimmung. Natürlich liegt das auch am LAST DAY OF SUMMER.