Kein Ton zuviel

Nach dem 20 ten Last Day Of Summer nun ein weiterer und man sagt er sei es nun tatsächlich. Wir werden sehen. Fand eine schwarze Platte mit Schall drauf, wie Valentin es sagen würde und diese hatte aber kein Etikett mehr, es war also eine, die vorerst lediglich Rillen aufwies – kein Inhalt sichtbar. Beim Hören dann angenehm überrascht: Töne, wunderschöne Töne, ich halte den Daumen drauf und sie werden länger und zäher bis sie versiegen. Mir reichen die wenigen Töne um zufrieden zu sein, die Musik mach ich mir dann selber. Den Tag dann mit den Tigern verbracht. Sie sind Wesen, die man den ganzen Tag ansehen kann. ich kann das jedenfalls. Einer schreibt dann jemand sei ein Kaliber von Mensch. Ich überlege was das sein soll. Natürlich ein Politiker, oder ein Alleinherrscher – da passt das Wort Kaliber. Aber ein ganz normaler Mensch mit Rückzugstendenzen – eine Pistole? Na gut, es gibt kleine feine Kaliber – ich erinnere die Plastikpistole vom Rummel vor der Tür, wo man ein Fähnchen mit dem ersehnten „Peng“ herausschoß. Alles ist so relativ, wenn man es im Abstand betrachtet. Natürlich wenn du Ameise bist, der der Stopfen mit dem Schildchen die Beine zerquetscht, liegt selbst im Plastikkaliber Lebensgefahr. Gestern gelesen dass die erste Neue Musik bereits Anfang des Jahrhunderts entstand. Bis heute heisst diese Musik – die anders ist, nun tatsächlich neu, „neue Musik“. Dabei ist diese viel neuer als die Ursprungs-Neue-Musik. Bialas nennt seine Autobiografie „kein Ton zuviel“. Das gefält mir, obwohl ich nicht weiß was das soll. Selbst wenn einer alles überfrachtet meint er sicher es sei kein Ton zuviel. Heutzutage haben alle Angst vor dem Zuviel. Hier endet der Eintrag.