Ich bin durch einen Wald gestapft in dem man keine Spur menschlichen Daseins ahnte. Nach dem Regen war zudem alles in einem matschigen Zustand. Ich ließ alles hinter mir und war selig. Es ist so einfach, sich aus dem Staub zu machen, wenn man ein fröhliches Gemüt besitzt. In Bielefeld, wo man immerzu meint es gäbe keine Interessantheiten, sind die Rollläden der Hausbesitzer selbst dann runtergelassen, wenn sie hinausschauen wollen. Man ist lieber unsichtbar und allein als in seiner Einöde zu sehen. Ich habe dann alles durcheinander und übereinander angezogen, weil es nicht wie gedacht sommerlich warm, sonder kühl war. Blumenhose, Streifenmütze, Pünktchenhalstuch. Ob ich aussehe wie vom Altkleidersack bestückt? Frag ich. Nein, wie Pippi Langstrumpf, seine Antwort dann. Oh, Danke für das Kompliment, nichts Schöneres wäre denkbar. Ich bin drei Tage doppelt verliebt allein wegen dieses Vergleichs. Der Vater befasst sich dann auch nur noch mit Zuspruch und verteilt zudem Komplimente. Mit 80 hat er es endlich raus, wie man sich Freundinnen macht. Er sagt dann einer Frau, dass sie ein süsses Lächeln habe und unverwechselbar sei. Wäre ich nicht die geworden, die ich inzwischen bin – eine Toleranzbombe, wäre ich in Alarmbereitschaft und dächte an den Notruf 110. Doch bin ich ja seit Neustem glücklich wie ein Rindvieh. Dem Vater gehts ähnlich, das macht die Tendenz das Leben zu leben, das man will. Und das dichten. Insofern bin ich nun eine Weide und lass meine Arme hängen und schleife sie über all das Lebendige. Dass ich eventuell an einer Katzenallergie leide ist nicht zu glauben. Es sind ja nicht die Haare, sondern die Häute. Eine Nacktkatze wäre also keine Lösung.