Neue Runde

Die Welt ist aus den Fugen. Man kann sie nicht mehr reparieren. Der Himmel will zudem nicht weinen, oder er kann es nicht mehr. Weinen – ein Kunststück geworden. Selbst für mich, die es lange immerzu tat. Das Fest zum Geburtstag war dann ein wunderbares. Ich hatte es inszeniert und es hat sich gelohnt. Die Lampions waren die, die man mir mit 14 Jahren an eine Schnur durchs Zimmer gehängt hatte, ich erkannte jedes einzelne beim Aufhängen wieder. Nun wars eine Zierde für den 81-Jährigen. Es strömten die Menschen herbei und immerzu ging was in Liebe über. Der Garten, so geschmückt, dann fast so schön wie die Situation in meiner Lieblingsecke auf dem Pierre-Lachaise-Friedhof. Meine mühsam angelegte Ordnung im Gemüt wurde dann auch aus ihrer engen Kanonie heraus ins Unmittebare geschasst und ich war froh wie ein Kind, das plötzlich nicht mehr Kind, sondern Teenager ist. Trotz allem liegen nun die Finsternissen über einem. Es ist wie es ist – und man muss versuchen, das Helle im Visier zu behalten.