Seit ich des Vaters Blog (den ich selbst verbockt habe) betreue, verwechsle ich öfter das Portal und bekomme Herzklopfen vor Freude wegen der hohen Besuchszahlen. Er thematisiert alles und ab und an will ich auch was zensieren. Doch das „Schuhriegeln“ gefällt ihm gar nicht. Zu recht! Freies Denken und Assoziieren gebiert eben immer auch Dinge, die man nicht hörn will. Nun denke ich mir das so: Er lebt und ist aktiv und froh, wenn er es (denkend) ist. Das ist wunderbar und macht Hoffnung auf mehr. Ein Journalist von der FR lobte ihn sogar. Ich bin kurz neidig. Auch seine Gedichte, hier die erste Strophe eines mich bewegenden und ihn selbst inzwischen kalt lassenden (ist ihm zu langweilig), bringen meist etwas auf Punkte, bei mir sind es Schlangenlinien auf die ich versuche etwas zu bringen :
Jeder liebt einmal
Jeder liebt einmal
und wird einmal geliebt,
keiner, dem das Leben
nicht die Chance gibt.
Jedem winkt einmal
das große, große Glück,
doch bevor es kommt,
zieht es sich oft zurück.
und noch eins von mir, dass ich am Heiligen Abend 2023 schrieb:
Die warme Wand
Man ahnt das Land
Dahinter
Nun planen wir einen gemeinsamen Auftritt. Die Idee das ganze „die ödipale Bühne“ zu nennen, verwerfe ich dann, denn ich bin ja bald eine Oma und Omas sind nicht mehr, zumindest selten, ödipal verstrickt.