Schreibe seit Tagen vehement an meinem Roman herum. Der Weg ist steinig, da ich einen Gehirnnebel in mir habe, was aber nicht, wie bei der Freundin, mit diesen vermaledeiten Wechseljahren zu tu hat, denn ich habe die Jahre längst gewechselt, sondern von Anfang an bei mir ein solcher war. Ich ging gestern am Abend müde aber froh, denn ich bin fast auf Seite 400 angelangt, ins Bett und finde nun heute morgen diesen letzten Satz vor:
Ein kleiner Teppich, der wohl einmal unter einem Möbel stand, wusch sie und frischte sogar mit Tusche die Farben auf.
Ich stehe wie auf dem Schlauch und finde den Fehler nicht. Der Teppich wusch natürlich nicht sie, sondern sie ihn, doch des Mannes Vorschlag: das sie durch ein ihn zu tauschen, bringt dann keine Besserung. Nun saugt der Mann staub und es geht gar nichts mehr. ich bin dann „angewütend“ und denke, vergiss KIWI, dein Verlag ist lediglich der Quatsch-Verlag. Mir fällt Werner Fink ein mit seinem starken Buchtitel Witz als Schicksal. Ich hasse es witzig zu sein, fühle mich meist ausgelacht dabei. Ob es Woody A. auch so ging… ? Er ist ja durchaus nicht von Grund auf witzig. Im Gegenteil, verzweifelt ja immerzu, was die Leute als witzig dann interpretieren, weil er es so dermaßen übertreibt. Ich übertreibe nicht, man meint aber immerzu dass ich es tue und eigentlich doch eine helle Leuchte bin. Ist man eine trübe Tasse, ist es schwer sich als strahlende Frohnatur ins Fach der Lustigkeit zu begeben. Man mag sich doch viel lieber unter den Schatten von Palmen stellen und durchatmen als Launen zu verbreiten. Die ganze Familie war jedoch immerzu bestrebt durch Humor zu unterhalten. Als Kind meinte man dann, esdies sei normal und wenn jemand ernshaft war, dachte man zwangsläufig, es ginge der Person nicht gut. Somit lernte ich breit zu lachen. Mein Lachen dann auch schnell berühmt. Doch half es nur bedingt diese Art von Berühmtheit erlangt zu haben. Das was bewegte – es waren doch ganz andere Dimensionen: Der Zweifel dahinter. Mehr nicht.