Beziehungstiere

Januar 5, 2026

In der Nacht kommt mir das Thema für ein neues Hörspiel in den Sinn. Es war Vollmond und ich konnte nur halb schlafen. Da sprudelte der Kopf. Am Morgen hatte ich alles vergessen. Glücklicherweise hatte ich eine Notiz ins Dunkle hinein gemacht. Eine Schwemme Bücher sind nun da, ich kann sie abholen. Man muss sich entscheiden, will man leben, oder will man lesen. Beides passt kaum zusammen. Das neue Jahr hat mich bereits verwirrt. Der Schreibtisch ist weiterhin schief (man kann ihn nicht begradigen, da er in sich krumm gebaut ist) und meine Haltung – entsetzlich einseitig beim Dasitzen und Aufschreiben. So kann das ja nichts werden, zumindest ahnt man den Umfall.
Die Sonne scheint, ich rufe HALT. Braucht die Katze einen Spielgefährten? oder reicht ihr ein am Boden kriechender Mensch? Viele Menschen inserieren Tiere. Jeder will dann was anderes. Eine hat ein Triefauge, ich will sie nicht und habe Schuldgefühle. Die Katze, die ich besitze hat ein wirres Liniegetümmel am Rücken, gegen das ich mich erst einmal sträubte. „Hast du einen Vogel?“ sagte der Mann und ich kapierte, dass es nicht lediglich auf klare Musterungen ankommt. Nun ist sie da – unersetzlich da.