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Eine Schublade ist immer offen

Mai 30, 2024

Jedes Mal wenn Kartoffeln gekocht werden, bin ich erstaunt wie schnell der Zustand von ungar zu gar wechselt. Man meint man hätte noch Zeit sich Gedanken über Gott und die Welt zu machen und schon hat man Kartoffelbrei. Ein Gang durch die Nachregenzeit dann angenehm. Der Schreibtisch weit weg dabei und der Kopf frei wie ein Vogel im Baum. Zurück, auf dem Tisch dann ein Zettel auf den ich das Wort ERZÄUGUNG geschrieben hab. Schon wieder vergessen, was ich damit bezwecken wollte. Jemand vergleicht ein Stück von mir mit einem Polanskifilm, oder auch Eraserhead falle ihm ein. Ich bin dann stolz wie ein Ochse. Dabei kenne ich weder den erwähnten Film von Polanski, noch habe ich Eraserhead zu Ende geschaut. Wenn das Hühnerkopfbaby zu schreien beginnt muss ich immer abschalten. Ordne dich doch endlich einmal irgendwo ein, stimmt, denk ich, denn nichts täte ichweniger ungern tun, als das. Wozu muss man aber denn einordnen? Die Zuneigung entsteht immer dann, wenn sich jemand weg von seiner „Homebase“ bewegt.
Unvergessen als Nick Cave einmal in einem Film in den schrecklichen 80er Jahren, in einem rosa (nein rosa ist nicht wahr) Jogginganzug zu Madonna tanzte. Ich war damals kein Fan von poppigen Verhältnissen, hörte aber ebenfalls heimlich Madonna (am liebsten diesen Schmuse-Song, den Fred Frith* dann kongenial coverte…).
Meine Katze schläft am liebsten in einer offenen Schublade. Jetzt müssten die Kartoffeln zu Brei geworden sein.

  • Hier liegt nun ausnahmsweise einmal eine Verwechslung vor. Es handelt sich um Bill Frisell und nicht um Fred Frith, der mein Liebelingslied von Madonna coverte…